Computerspiel- & Internetsucht

Faszination Interaktive Online – Spiele

Seit der Stunde null im Jahr 1997, dem Jahr als mit „Ultima Online“ das erste Online-Rollenspiel auf den Markt kam, kann man mittlerweile bei den Online-Spielen von einem Massenphänomen sprechen. Ihnen wird aufgrund bestimmter spielimmanenter Faktoren ein besonderes Abhängigkeitspotential zugeschrieben.

Zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Erwachsenenwelt kommt es spätestens dann, wenn die typischen “Kollateralschäden“, wie Probleme in der Schule, sozialer Rückzug, der Verlust realer Freunde, Vernachlässigung bestimmter Pflichten zunehmen und der junge Mann bzw. die junge Frau keine Zeit mehr hat, am gemeinsamen Abendessen teilzunehmen.

Meine Erfahrung als Leiter einer Ambulanz für Internet- und Computerspielsucht zeigt, dass Computer-Kids die im realen Leben noch nicht erreichte Macht, Selbstwirksamkeit und Kontrolle in Bezug auf Beruf und Familie mitunter in aktionsreichen und kampfgeprägten Computerspielen kompensieren. Das Experimentieren mit den verschiedenen Seiten des Selbst kommt der im Jugendalter wichtigen Identitätsfindung entgegen. Es lieferte ihnen auch die Bestätigungen und die Erfolge, die der normale Alltag nicht mehr hergibt.

Aus behandlungstechnischer Sicht sollte man sich in der Psychotherapie mit Computer-Kids nicht davor scheuen, das Internet- und das Computerspiel als ein Medium zu sehen, innerhalb dessen sich Selbsterleben und Beziehungen ereignen und für den therapeutischen Prozess genutzt werden können.

Gamescom 2018
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Zeitschrift für Individualpsychologie

Elmar Köppl
Der Computer als therapeutisches Medium

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Glücksspielsucht

Eine Glücksspielsucht ist eine emotionale Krankheit, die häufig im Verborgenen bleibt. Die betroffene Person ist bemüht ein normales Äußeres aufrechtzuerhalten, während sie die negativen Folgen ihres Spielens zudecken wird.

Eine Glücksspielsucht kann Männer und Frauen jeden Alters, unabhängig vom finanziellen oder sozialen Status treffen. Durch die Erhöhung der Spielzeit und des Geldeinsatzes wird versucht die Verluste aufzuholen, was als “chasing” (Aufholjagd) bezeichnet wird. Das Endergebnis ist ein progressiver finanzieller und emotionaler Verfall, der sowohl den Spieler als auch seine / ihre Familie betreffen kann.

Selbsttest BBGS (Brief Bio-Social Gambling Screen)

1. Sind Sie in den vergangenen 12 Monaten unruhig, reizbar oder ängstlich geworden, wenn Sie versucht haben, gar nicht/weniger zu spielen?

2. Haben Sie in den vergangenen 12 Monaten versucht, das Ausmaß Ihrer Spielaktivität vor Ihrer Familie oder Ihren Freunden zu verbergen?
  
ja*
  nein

3. Hatten Sie in den vergangenen 12 Monaten aufgrund Ihres Spielverhaltens finanzielle Schwierigkeiten solcher Art, dass Sie Ihren Lebensunterhalt nur mit Hilfe der Familie, Freunden oder dem Sozialamt bestreiten konnten?
  ja*
  nein

*  Eine bejahende Antwort auf eine der Fragen deutet daraufhin, dass ihr Spielverhalten professionell bewertet werden sollte.

 

 

Weitere Behandlungsschwerpunkte

Psychotherapie
Kinder- & Jugendpsychotherapie
Stress und Burn-Out-Management
Gutachtertätigkeit
Supervision & Coaching

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